WIR BLEIBEN NICHT, WAS WIR SIND (nach Hebbel / Goldoni) – Theater

Deutschland 1843. Ein angehender Verwaltungsangestellter erpresst von seiner Verlobten eine Liebesnacht und verlässt sie dann.
Allein gelassen mit ihrer Schwangerschaft wählt sie den einzigen Ausweg, der ihr möglich scheint, den Freitod.
Was gesellschaftliche Norm ist, bestimmt die Kleinstadt, in der das Mädchen und ihre Familie leben – nur: Die Kleinstadt sind sie!

Deutschland 2017. Scheinbare freie Menschen einer scheinbar freien Theatertruppe – als Zeitgenossen vertraut mit dem Ausweichen in virtuelle Welten – stellen ihrer Protagonistin eine Parallelwelt bereit, in der engstirnige Geister aller Kleinstädte dieser Welt als lebenshungrige Monster erscheinen, an denen sie sich rächt.
Theater, unser Theater auch, ist Parallelwelt: Unterhaltsam, vergnüglich, ergreifend, abartig, versöhnend.
Nach exakt 103 Minuten aber ist Schluss!